Verkehrserziehung

Grundlagen

Die Verkehrserziehung wird an der Elsa-Brändström-Realschule entsprechend den Richtlinien für Verkehrserziehung in alle Jahrgangsstufen eingebunden. Schwerpunkt hierbei ist, die Schülerinnen und Schüler zu verantwortungsvollen Verkehrsteilnehmern zu erziehen. Neben der Vermittlung und Vertiefung von Regeln zur Teilnahme am Straßenverkehr sollen auch insbesondere eigene Verhaltensweisen im sicheren Umgang mit anderen Verkehrsteilnehmern und alltäglichen Verkehrsmitteln erlernt, eingeübt und wiederholt werden. Rücksicht, Nachsicht und vorausschauendes Denken für sich und andere sind dabei ebenso wichtig wie das Erlernen und Kennen von Verkehrszeichen und Straßenverkehrsregeln.

 

Integration in den Fachunterricht

Einige Aspekte der Verkehrserziehung wie z. B. die Verkehrstechnik, das Verkehrsrecht oder die Verkehrssicherheit wird in den Fachunterricht integriert.

Dabei werden die Kenntnisse aus der Grundschule aufgegriffen und altersgerecht fortgesetzt.
Verkehrserziehung im Fachunterricht leistet Beiträge zu folgenden Bereichen:

 Sozialerziehung

Mitverantwortung, Rücksichtnahme und Verzicht auf Vorrechte, situationsorientiertes Verhalten

 Sicherheitserziehung

Erkennen und Beurteilen von Gefahren, Unfallverhütung

 

Umwelterziehung

Umweltbelastung und -zerstörung, kritische Sicht des eigenen Verhaltens und des Verhaltens anderer Verkehrsteilnehmer

 Gesundheitserziehung

Gesundheitsbewusste Lebensführung, Einschränkungen durch den Verkehr erkennen

 

Somit werden im Unterricht wichtige Kenntnisse vermittelt und Fähigkeiten und Haltungen gefördert, die für eine verantwortliche Teilnahme am Straßenverkehr erforderlich sind.

 

Projekte in den einzelnen Jahrgangsstufen

In den Jahrgangsstufen 5, 6, 9 und 10 finden neben dem Verkehrsunterricht in den verschiedenen Unterrichtsfächern zusätzlich Projekte statt:

 

Klasse 5:

In Jahrgangsstufe 5 ist das Verhalten auf dem Schulweg und im Schulbus ein Thema der Verkehrserziehung. In Zusammenarbeit mit der Polizei werden das Projekt „Neue Wege“ und das Projekt „Achtung Auto“ durchgeführt. Die Verkehrspolizei macht auf die Gefahren im Straßenverkehr aufmerksam. Gemeinsam mit der Verkehrswacht dürfen die Schülerinnen und Schüler im Projekt „Achtung Auto“ einmal eine Probefahrt inklusive einer Vollbremsung bei 30km/h in einem Auto (natürlich angeschnallt!) absolvieren.

Klasse 6:

In Jahrgangsstufe 6 folgt das Fahrrad-Projekt“ (in Anlehnung an die Fahrradausbildung, die an den Grundschulen bereits erfolgt ist). Hier soll das Wissen über das verkehrssichere Fahrrad, wichtige Verkehrszeichen und -regeln getestet werden. Parallel dazu findet in Zusammenarbeit mit der Polizei praktischer Unterricht statt. Dabei bringen die Schülerinnen und Schüler ihre Fahrräder mit zur Schule, die dann vom Polizeibeamten auf Verkehrs-sicherheit überprüft werden. Im Anschluss daran wird ein Fahrradparcours bewältigt. Zusätzlich unterrichtet die Johanniter-Unfallhilfe die Schülerinnen und Schüler über Erste- Hilfe-Maßnahmen bei Radunfällen und der Rettungswagen wird vorgeführt.

 

Klasse 9:

In Klasse 9 wird das Projekt „Endlich mobil“ durchgeführt. Dabei geht es um Informationen über das Verhalten im Straßenverkehr, wenn man selbst eine Fahrerlaubnis eines Kraftfahrzeugs (bsp.-weise eines Motorrollers) hat oder anstrebt. Hier werden die Schülerinnen und Schüler von der Polizei unterrichtet.

Zusätzlich haben sie die Möglichkeit auf freiwilliger Basis an einem „Erste-Hilfe-Kurs“ teilzunehmen. In Zusammenarbeit mit den Johannitern werden die Schülerinnen und Schüler hierbei über Grundlagen der Ersten Hilfe, lebensrettende Sofortmaßnahmen sowie Erste Hilfe bei Verkehrsunfällen informiert. Eine ausgestellte Bescheinigung gilt für verschiedene Bereiche (u.a. für verschiedene Führerscheinklassen, Gruppenleiterschein, Segelschein, etc.).

 

Klasse 10:

Der 10. Jahrgang wird im Projekt „Crash Kurs NRW“ auf beeindruckender Art und Weise über Gefahren zu schnellen Fahrens aufmerksam gemacht. Der Anteil von jugendlichen Verkehrsteilnehmern bei den Verursachern von schweren Unfällen ist hoch. Ursachen sind oft Überhöhte Geschwindigkeit, aber auch das Nichtanlegen des Gurtes, Missbrauch von Alkohol oder Drogen. Ziel ist es durch Emotionen ein realitätsnahes Gefahrensbewusstsein zu schaffen und eine dauerhafte, positive Verhaltensänderung zu bewirken. So berichten Polizisten, Feuerwehrleute, Notärzte, Notfallseelsorger und teilweise auch Unfallopfer und deren Angehörige von ihren Erfahrungen.

 

Hintergrund

In Nordrhein-Westfalen ereignen sich pro Jahr 550000 Verkehrsunfälle. Über 600 Menschen werden dabei pro Jahr getötet. Der Anteil von jugendlichen Verkehrsteilnehmern bei den Verursachern von schweren Unfällen ist überproportional hoch. Das ist alarmierend und inakzeptabel. Überhöhte Geschwindigkeit, das Nichtanlegen des Sicherheitsgurtes, der Konsum von Alkohol und Drogen: Das sind in über 50 Prozent aller Fälle die Ursachen, warum Menschen im Straßenverkehr zu Tode kommen oder schwer verletzt werden. Die Polizei geht gemeinsam mit ihren Partnern beim „Crash Kurs NRW“ neue Wege. Die Anregungen stammen aus Staffordshire in England, wo man mit einem vergleichbaren Programm bereits seit Jahren gute Erfahrung gemacht hat.

 

Crash Kurs NRW

Crash Kurs NRW ging im Jahr 2010 an den Start. Bei den Veranstaltungen in Schulen stehen die Emotionen im Vordergrund. Ziel ist es, bei den jungen Teilnehmern ein realitätsnahes Gefahrenbewusstsein zu schaffen und eine dauerhafte, positive Verhaltensänderungen zu bewirken.

Polizisten, Feuerwehrleute, Notfallseelsorger, Notärzte, Verkehrsunfallopfer oder deren Angehörige berichten von ihren Erfahrungen. Sie erzählen, was sie erlebt haben, wie sie sich gefühlt haben und welche Belastungen durch einen Unfall entstehen können. Die Akteure verdeutlichen aber auch schonungslos ihre eigenen Grenzen. Es wird vermittelt, dass Verkehrsunfälle in den meisten Fällen passieren, weil die Fahrer Regeln missachten. Das heißt auch, dass man etwas dagegen tun kann. Den Schülern wird vor Augen geführt, dass sie Verantwortung tragen, wenn sie sich im Straßenverkehr bewegen. Dies gilt nicht nur für den Fahrer, sondern auch für diejenigen, die sich zu ihm ins Auto setzen. Alle tragen Verantwortung für sich selbst und Andere

 Crash Kurs NRW macht den Zuschauern eindringlich klar, dass innerhalb weniger Sekunden alle Lebensträume zerplatzen können. Damit dies nicht geschieht, sollen die Jugendlichen aufgerüttelt werden und die Überzeugung verinnerlichen: Das Leben ist viel zu wertvoll, als das man es durch eine risikoreiche Fahrweise aufs Spiel setzen sollte. Weniger jugendliche Verkehrsopfer sind der Erfolg, auf den Crash Kurs abzielt.

 

Schauen Sie sich an, was Crash Kurs NRW ist (externer Link):

http://www.feuerwehrverband-rbk.de/Filme/index.htm

Wir arbeiten mit folgenden Partnern zusammen:

Polizei Essen, Deutsche Verkehrswacht Essen e.V., Johanniter Unfall-Hilfe Essen