KoFö Kurs Gedenkstättenfahrt auf „jüdischen Spuren in Essen“ – eine Führung durch die Essener Innenstadt

Am Freitag durfte unsere Gruppe eine eindrucksvolle Führung erhalten, wir begannen an der Alten Synagoge und dem benachbarten Rabbinerhaus. Im Mittelpunkt der Führung standen die jüdischen Spuren, die das Stadtbild von Essen über Jahrzehnte hinweg geprägt haben.

Startpunkt war der Ort, an dem einst der Rabbiner und der Hausmeister der Gemeinde während der Reichspogromnacht aus dem Gemeindeleben gerissen wurden.

Von dort aus zog die Route weiter zu dem Ort, an dem Dore Jacobs in der Familienbildungsstätte wirkte. Wer möchte, kann sich hierzu auch weiter in der alten Synagoge in der Ausstellung über Dore Jacobs informieren.

Weiter setzten wir unseren Rundgang zu einer weiteren, heute nur noch durch eine Gedenktafel erinnerten Synagoge fort und das dort benachbarte Judenhaus. In diesem mussten jüdische

Am Hirschlandplatz erinnern Gedenktafeln an die jüdische Familie Hirschland, eine bedeutende Bankiersfamilie, die wie so viele vor den Nationalsozialisten fliehen musste. Ihr Schicksal steht exemplarisch für die vielen persönlichen Geschichten hinter den historischen Ereignissen und macht die Verantwortung der Gegenwart deutlich.

Der nächste Halt führte uns zum ehemaligen Kaufhaus Blum, eines der damals ersten großen Kaufhäuser Essens, das während der NS-Zeit enteignet wurde. 

Besonders eindrucksvoll war die Beobachtung, wie stark jüdische Mitmenschen in Essen integriert waren – in Handel, Bildung, Kultur – und welch unermessliches Unrecht ihnen zugefügt wurde.

Der Rundgang ließ die Verbindung zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Verantwortung lebendig werden und zeigte, wie Erinnerungsarbeit gelingt, wenn historische Orte, persönliche Lebensgeschichten und sachliche Information miteinander verflochten sind. Wir danken der Alten Synagoge herzlich für die fachkundige Führung.